Vorsicht bei Mini-Jobber auf Abruf

09. Nov 2021



Die Prüfungspraxis der Deutschen Rentenversicherung (DRV) bei den Sozialversicherungsprüfungen der Arbeitgeber gibt insbesondere bei „Arbeiten auf Abruf“ Anlass zu erhöhter Aufmerksamkeit. Dies betrifft insbesondere Aushilfskräfte im Rahmen von sog. Mini-/Midi-Jobs.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeit auf „Abruf“ zu erbringen hat und der Arbeitsabruf des Arbeitgebers im Grundsatz nicht abgelehnt werden kann. Problematisch wird es, wenn die arbeitsvertragliche Regelung zur Arbeitszeit keine Regelung vorsieht, denn die Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Ist letztere nicht schriftlich festgehalten, gilt eine Arbeitszeit von 20 Stunden als vereinbart.

Im Zweifel gehen Prüfer von 20 geleisteten  Wochenarbeitszeitstunden aus und legen den diesbezüglichen (Phantom-)Lohn der Sozialversicherungsverbeitragung zu Grunde: also Sozialversicherungsbelastungen für fiktiven  Arbeitslohn.

meditaxa Redaktion | Quelle: § 12 Abs. 1Teilzeit- und Befristungsgesetz
Foto: © drobotdean / Freepik



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