meditaxa 88 | Ausgabe Februar 2019


leitartikel
meditaxa leitartikel

Strategie. Vorbereitung. Ruhestand.
– Teil II –

Die umfassende und individuelle Planung des Ruhestands ist essenziell, um den gewohnten Lebensstandard auch im Alter halten zu können.
In „Strategie. Vorbereitung. Ruhestand.“ beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Punkten zum Thema Altersvorsorge für Ärzte.

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Strategie. Vorbereitung. Ruhestand. Teil II


Cleveres von der Medizinmesse Medica

Mobiler Ultraschall

Philips bietet nun die weltweit erste Lösung für den Tele-Ultraschall für Tablet und Smartphone an: Die gesamte Hardware befindet sich im Innern der USB-Ultraschall-Sonde, welche per Kabel an das mobile Endgerät angeschlossen wird. Mit der kostenfreien Lumify-App kann die Sonde problemlos alle Daten übertragen. Je nach Schallkopf werden verschiedene Untersuchungsarten unterstützt – ideal für die Untersuchung von Patienten bei Hausbesuchen.

Richtig dosiert

Die intelligenten Pillendose „Livit“ der Firma Sharkdreams wird mit einer App vernetzt, damit wird genau gemessen, ob Patienten mit Polymedikation diese korrekt einhalten. Zusätzlich misst ein Patch nach der Einnahme die Reaktion des Körpers anhand der Vitaldaten. Somit kann auch der Fortschritt einer Medikation oder eine benötigte Korrektur festgestellt werden. Die erfassten Daten können auch an den behandelnden Arzt übermittelt werden.

LED-Schmerzpflaster

Sportverletzungen könnten zukünftig ohne medikamentöse Behandlung geheilt werden. Die Firma Care-Wear hat ein Schmerzpflaster entwickelt, dass mit blauem und rotem LED-Licht die Blutzirkulation und Gewebetemperatur erhöht, um so die Wundheilung zu fördern. Jedes Pflaster ist mit über 5.000 LEDs bestückt und für Athleten gedacht. Somit könnte in Zukun das Schmerzgel der Vergangenheit angehören.

Familienentlastungsgesetz

Ende des Jahres 2018 wurde das Familienentlastungsgesetz nunmehr verabschiedet. Dadurch steigt ab Juli 2019 das Kindergeld um 10,- Euro pro Kind und Monat. Es beträgt dann 204,- € für das erste und zweite Kind, 210,- für das dritte und vierte Kind und 235,- Euro für jedes weitere Kind monatlich. Alternativ dazu steigt auch der steuerliche Kinderfreibetrag von derzeit 7.428,- auf künftig 7.620,- Euro. Ab 01.01.2020 erfolgt dann eine weitere Erhöhung um 192,- Euro auf dann 7.812,- Euro. Ebenfalls angepasst wurde der sogenannte Grundfreibetrag von 9.000,- Euro für 2018 auf 9.168,- Euro 2019 und dann 9.408,- Euro ab 2020. Der Grundfreibetrag dient dazu, das Existenzminimum von der Besteuerung freizustellen. Als weitere Maßnahmen werden die steuerlichen Eckwerte 2019 um 1,84 % und 2020 um weitere 1,95 % angepasst. Damit will man der sogenannten kalten Progression, bei der inflationsbedingte Einkommenserhöhungen durch den progressiven Steuersatz größtenteils wieder aufgezehrt werden, entgegenwirken. Ob diese Maßnahme allerdings ausreicht, bleibt abzuwarten.


Midijobs

Midijobber sollen zukünftig besser verdienen dürfen – bis zu 1.300 Euro pro Monat. Midijobber zahlen dann weiterhin reduzierte Beiträge, erwerben aber die vollen Rentenansprüche. Davon können auch MFA in Arztpraxen profitieren und Midijobs attraktiver machen. Die neuen Regelungen sollen ab Juli 2019 gelten.

xtrakurz

Irreführende Werbung einer Klinik mit ärztlichen Leistungen

Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG) erfordert eine zahnmedizinische und eine humanmedizinische Ausbildung. Deshalb darf eine zahnmedizinische Klinik nur mit Leistungen der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie werben, wenn dort auch ein MKG-Chirurg tätig ist. Arbeiten dort aber nur Zahnmediziner und ein externer MGK-Experte wird nur im Einzelfall hinzugezogen, genügt dies der Verbrauchererwartung in diesem Zusammenhang nicht. Somit liegt eine Täuschung der Klinik gegenüber potentiellen Patienten über die personelle Ausstattung vor. Die Werbung ist folglich unlauter und daher zu unterlassen.

Nicht in diesem Jahr

Die Einführung der elektronischen Patientenakte, laut eHealth-Gesetz für den 01. Januar 2019 vorgesehen, verschiebt sich um zwei Jahre. Schuld sind Verzögerungen bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Festgehalten ist der neue Pflichttermin für Krankenkassen im Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG). In der ePatientenakte sollen wichtige Gesundheitsdaten wie der Impfausweis, Arztbriefe, Medikationsplan und Notfalldaten zentral gespeichert werden.

Erbschaftsteuer

meditaxa 88

Wie lässt sich die Erbschaftsteuer auf die Auszahlung der Lebensversicherung sparen?


Mit Zustimmung des Ehepartners wird eine Versicherung auf dessen Leben abgeschlossen und umgekehrt. Die Prämien der Versicherungen werden jeweils aus der eigenen Tasche bezahlt. Im Todesfall bekommt der Ehepartner die Summe nicht als „Erwerb von Todes wegen“, sondern als Versicherungsnehmer steuerfrei ausbezahlt – gleiches gilt auch im umgekehrten Fall.


Ferdinand Tremmel, DELTA Steuerberatungsgesellschaft mbh

Ferdinand Tremmel
Mitglied der meditaxa
Group e. V.
Geschäftsführer und Steuerberater der
MEDIA
Steuerberatungs-
gesellschaft mbH

IHRE AKTUELLE RECHTSFRAGE AN UNS


Als Honorarzt „selbstständig“ im Krankenhaus angestellt
– wer muss die Sozialversicherung zahlen?

Ist ein Honorararzt fest in die Klinikabläufe integriert, gilt er nicht als Selbstständiger, sondern wird als sozialversicherungspflichtig eingestuft (LSG Niedersachsen-Bremen, Az.: L 2 R 516/14). Selbst wenn die Klinik Mitarbeiter laut Vertrag als „Selbstständige“ eingestellt hat, sind sie abhängig beschäftigt. Das Krankenhaus muss also Sozialversicherungsbeträge zahlen.

Als Beispiel: Ein Krankenhaus schließt mit einer Ärztin oder einem Arzt einen Honorararztvertrag für einen bestimmten Zeitraum ab (mit festem Stundenhonorar), in dem die Ärztin, bzw. der Arzt zugewiesene Patienten selbstständig betreuen und behandeln soll. Der Chefarzt hat dabei ein Letztentscheidungsrecht. Laut Honorararztvertrag gilt unsere Ärztin, bzw. unser Arzt als Selbstständig tätig und muss sich selbst versichern.

In diesem Fall sieht die Rentenversicherung das anders: Die Tätigkeit des Honorarztes im Krankenhaus ist als abhängige und damit sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einzuordnen, da ein festes Stundenhonorar vereinbart ist und die Ärztin, bzw. der Arzt kein unternehmerisches Risiko tragen muss. Dazu kommt die Eingliederung in den Arbeitsprozess des Krankenhauses – Entscheidungsfreiheiten, in welcher Reihenfolge zugewiesene Patienten behandelt werden, entsprechen dem Ablauf auf einer Station.


Cleveres von der Medizinmesse Medica

Mobiler Ultraschall

Philips bietet nun die weltweit erste Lösung für den Tele-Ultraschall für Tablet und Smartphone an: Die gesamte Hardware befindet sich im Innern der USB-Ultraschall-Sonde, welche per Kabel an das mobile Endgerät angeschlossen wird. Mit der kostenfreien Lumify-App kann die Sonde problemlos alle Daten übertragen. Je nach Schallkopf werden verschiedene Untersuchungsarten unterstützt – ideal für die Untersuchung von Patienten bei Hausbesuchen.

Richtig dosiert

Die intelligenten Pillendose „Livit“ der Firma Sharkdreams wird mit einer App vernetzt, damit wird genau gemessen, ob Patienten mit Polymedikation diese korrekt einhalten. Zusätzlich misst ein Patch nach der Einnahme die Reaktion des Körpers anhand der Vitaldaten. Somit kann auch der Fortschritt einer Medikation oder eine benötigte Korrektur festgestellt werden. Die erfassten Daten können auch an den behandelnden Arzt übermittelt werden.

LED-Schmerzpflaster

Sportverletzungen könnten zukünftig ohne medikamentöse Behandlung geheilt werden. Die Firma Care-Wear hat ein Schmerzpflaster entwickelt, dass mit blauem und rotem LED-Licht die Blutzirkulation und Gewebetemperatur erhöht, um so die Wundheilung zu fördern. Jedes Pflaster ist mit über 5.000 LEDs bestückt und für Athleten gedacht. Somit könnte in Zukun das Schmerzgel der Vergangenheit angehören.

Familienentlastungsgesetz

Ende des Jahres 2018 wurde das Familienentlastungsgesetz nunmehr verabschiedet. Dadurch steigt ab Juli 2019 das Kindergeld um 10,- Euro pro Kind und Monat. Es beträgt dann 204,- € für das erste und zweite Kind, 210,- für das dritte und vierte Kind und 235,- Euro für jedes weitere Kind monatlich. Alternativ dazu steigt auch der steuerliche Kinderfreibetrag von derzeit 7.428,- auf künftig 7.620,- Euro. Ab 01.01.2020 erfolgt dann eine weitere Erhöhung um 192,- Euro auf dann 7.812,- Euro. Ebenfalls angepasst wurde der sogenannte Grundfreibetrag von 9.000,- Euro für 2018 auf 9.168,- Euro 2019 und dann 9.408,- Euro ab 2020. Der Grundfreibetrag dient dazu, das Existenzminimum von der Besteuerung freizustellen. Als weitere Maßnahmen werden die steuerlichen Eckwerte 2019 um 1,84 % und 2020 um weitere 1,95 % angepasst. Damit will man der sogenannten kalten Progression, bei der inflationsbedingte Einkommenserhöhungen durch den progressiven Steuersatz größtenteils wieder aufgezehrt werden, entgegenwirken. Ob diese Maßnahme allerdings ausreicht, bleibt abzuwarten.

Nicht in diesem Jahr

Nicht in diesem Jahr

Die Einführung der elektronischen Patientenakte, laut eHealth-Gesetz für den 01. Januar 2019 vorgesehen, verschiebt sich um zwei Jahre. Schuld sind Verzögerungen bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Festgehalten ist der neue Pflichttermin für Krankenkassen im Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG). In der ePatientenakte sollen wichtige Gesundheitsdaten wie der Impfausweis, Arztbriefe, Medikationsplan und Notfalldaten zentral gespeichert werden.

Midijobs

Midijobs

Midijobber sollen zukünftig besser verdienen dürfen – bis zu 1.300 Euro pro Monat. Midijobber zahlen dann weiterhin reduzierte Beiträge, erwerben aber die vollen Rentenansprüche. Davon können auch MFA in Arztpraxen profitieren und Midijobs attraktiver machen. Die neuen Regelungen sollen ab Juli 2019 gelten.

Unterhalt

xtrakurz

Irreführende Werbung einer Klinik mit ärztlichen Leistungen

Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG) erfordert eine zahnmedizinische und eine humanmedizinische Ausbildung. Deshalb darf eine zahnmedizinische Klinik nur mit Leistungen der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie werben, wenn dort auch ein MKG-Chirurg tätig ist. Arbeiten dort aber nur Zahnmediziner und ein externer MGK-Experte wird nur im Einzelfall hinzugezogen, genügt dies der Verbrauchererwartung in diesem Zusammenhang nicht. Somit liegt eine Täuschung der Klinik gegenüber potentiellen Patienten über die personelle Ausstattung vor. Die Werbung ist folglich unlauter und daher zu unterlassen.

Erbschaftsteuer

Erbschaftsteuer

meditaxa 88

Wie lässt sich die Erbschaftsteuer auf die Auszahlung der Lebensversicherung sparen?


Mit Zustimmung des Ehepartners wird eine Versicherung auf dessen Leben abgeschlossen und umgekehrt. Die Prämien der Versicherungen werden jeweils aus der eigenen Tasche bezahlt. Im Todesfall bekommt der Ehepartner die Summe nicht als „Erwerb von Todes wegen“, sondern als Versicherungsnehmer steuerfrei ausbezahlt – gleiches gilt auch im umgekehrten Fall.

Ferdinand Tremmel, DELTA Steuerberatungsgesellschaft mbh

Ferdinand Tremmel
Mitglied der meditaxa
Group e. V.
Geschäftsführer und Steuerberater der
MEDIA
Steuerberatungs-
gesellschaft mbH

IHRE AKTUELLE RECHTSFRAGE AN UNS


Als Honorarzt „selbstständig“ im Krankenhaus angestellt
– wer muss die Sozialversicherung zahlen?

Ist ein Honorararzt fest in die Klinikabläufe integriert, gilt er nicht als Selbstständiger, sondern wird als sozialversicherungspflichtig eingestuft (LSG Niedersachsen-Bremen, Az.: L 2 R 516/14). Selbst wenn die Klinik Mitarbeiter laut Vertrag als „Selbstständige“ eingestellt hat, sind sie abhängig beschäftigt. Das Krankenhaus muss also Sozialversicherungsbeträge zahlen.

Als Beispiel: Ein Krankenhaus schließt mit einer Ärztin oder einem Arzt einen Honorararztvertrag für einen bestimmten Zeitraum ab (mit festem Stundenhonorar), in dem die Ärztin, bzw. der Arzt zugewiesene Patienten selbstständig betreuen und behandeln soll. Der Chefarzt hat dabei ein Letztentscheidungsrecht. Laut Honorararztvertrag gilt unsere Ärztin, bzw. unser Arzt als Selbstständig tätig und muss sich selbst versichern.

In diesem Fall sieht die Rentenversicherung das anders: Die Tätigkeit des Honorarztes im Krankenhaus ist als abhängige und damit sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einzuordnen, da ein festes Stundenhonorar vereinbart ist und die Ärztin, bzw. der Arzt kein unternehmerisches Risiko tragen muss. Dazu kommt die Eingliederung in den Arbeitsprozess des Krankenhauses – Entscheidungsfreiheiten, in welcher Reihenfolge zugewiesene Patienten behandelt werden, entsprechen dem Ablauf auf einer Station.



Wir gründen eine Praxis.
Gemeinsam oder gemeinsam allein?

Ärztliche Kooperationen entspringen nicht nur der individuellen Vorstellung und wirken sich nicht nur auf den eigenen Workflow aus. Für jeden Zusammenschluss gelten eigene vertragsarztrechtliche und berufliche Regelungen, die bei der Wahl des Kooperationsmodells zu berücksichtigen sind.

Im Interview:
Herr Rico Sommer, Mitglied der meditaxa Group e.V.

interview meditaxa 88

Wir gründen eine Praxis.
Gemeinsam oder gemeinsam allein?


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